#96 - Das ist die SUNBEAM 29.1 „All White“-Edition

Bootsrundgang mit Nils Schürg

Für uns war es die erste Messe Düsseldorf als „frisch gebackene“ SUNBEAM-Händler. Schon beim Aufbautag nicht weit vom BLUE YACHTING-Stand entfernt entfalteten die beiden ausgestellten Segelboote ihre ganz eigene Wirkung: SUNBEAM hat mit den beiden aktuellen Segelboote 29.1 und 32.1 eine ganz neue, eine ganz eigene Formensprache gefunden, die ihresgleichen in der Segelboot-Szene sucht. Mutig, polarisierend – und den Verkaufszahlen sowie Ihrem Interesse nach zu urteilen, durchaus erfolgreich.

Schon beim Aufbau ein Blickfang: SUNBEAM!

In diesem Blog-Artikel möchte ich all jene, die es nicht zur BOOT nach Düsseldorf geschafft haben, mit an Bord nehmen: Folgen Sie mir in diesem Teil auf die SUNBEAM 29.1, dem jüngsten Neuzugang der Schöchl-Flotte aus Österreich. Ich werde Ihnen das Boot von außen und von innen vorstellen und Ihnen meine ganz persönlichen Highlights zeigen. Schon jetzt möchte ich Sie einladen, bei uns Options- und Preislisten anzufordern, oder direkt in den Dialog mit mir zu treten, wenn Sie diese schöne, schnelle Kompakt-Segelyacht als Ihr nächstes Boot in Betracht ziehen.

Revival der kompakten, mobilen Segelboote?

Nicht erst, seitdem durch hohe Energie- und Lohnkosten sowie die Inflation des Euros getrieben die Bootspreise so enorm angestiegen sind, erleben vor allem die kleinen Bootsgrößen ein wahres Revival, habe ich das Gefühl. Kein Wunder – von dem erschwinglichen Budget und den geringen Nebenkosten für Versicherung und Liegeplatz einmal abgesehen, bieten kleine Boote enormen Segelspaß. Sie sind einfach zu handeln, brauchen vergleichsweise wenig „Aufmerksamkeit“ und sind perfekt vor allem für diejenigen Segler, die noch nicht komplett die Leinen loswerfen und jahrelange Segelabenteuer in der Südsee oder der Arktis verbringen können.

Tolle Gespräche auf der BOOT

In meinen vielen Gesprächen auf dem SUNBEAM-Messestand berichten Sie mir vor allem von ganz praktischen Bedürfnissen an Ihr neues Boot: Möglichst einfach soll es sein, möglichst unkomplex und möglichst viel Segelspaß soll es bieten. Sie wollen ablegen, ein paar Stunden richtig „Dampf ablassen“ und einfach und schnell das Boot wieder am Liegeplatz abliefern können. Viele berichten vom guten Gefühl, das sie damals im Segelclub hatten, wo das Segeln und der Spaß noch im Vordergrund standen. Manche von Ihnen suchen ganz gezielt nach einem Boot, auf dem man Tage auch mal gut ein, zwei Tage übernachten kann, ohne gleich unbequemes „Camping“ machen zu müssen. Die SUNBEAM-Produktpalette ist daher konsequent auf Daysailing und Weekender ausgelegt.

Heute zeige ich Ihnen die SUNBEAM 29.1

Die SUNBEAM 29.1 bietet all das: Die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht lassen es zudem noch einfach trailerbar sein. Damit sparen Sie sich Winterlagerkosten und – besser noch! – können ohne viel Aufwand das Revier wechseln. Eben noch am Heimatsteg in Nord- oder Ostsee, ist die SUNBEAM 29.1 schnell abgeriggt und auf dem Auto-Anhänger verstaut. Damit wären Sie morgen schon segelklar im nächsten Revier, wie am Gardasee oder in der Lagune von Venedig. Wo wollten Sie schon immer mal segeln?

Richtig schickes Boots-Design – ein Blickfänger am Liegeplatz …

… und unter Segeln erst recht! Die SUNBEAM 29.1 ist auf dem ersten Blick vor allem eines – richtig schön. Und das auch noch richtig anders. Das KISKA-Design ist modern, aggressiv und dynamisch. Wer die größere Schwester, die SUNBEAM 32.1 (über die ich beim nächsten Mal berichten werde) noch etwas zu „radikal“ in dieser neuen Formensprache findet, der wird die 29.1 etwas gefälliger finden. Die Bugpartie ist nicht ganz so extrem ausgebildet, obwohl auch dieses Boot den „Wavepiercer“-Bug und den markanten Spriet mit dem diagonal die ganze Schiffslänge durchgezogenen Chine (Kimmkante) hat. Aber eben alles etwas runder, etwas weniger „hart“ als bei der 32.1.

Tolle Linien, nicht wahr?

Das alles ist nicht einfach nur schick, sondern hat seinen Grund. Der Rumpf einer SUNBEAM war schon immer einen Tick sportlicher und agiler, als andere gleichgroße Boote. Eine Schöchl-Yacht muss vor allen Dingen einmal segeln können, und das möglichst flott und möglichst bei allen Wind- und Wellenbedingungen. Vor allem bei mäßigem Wind um 15 bis 20 Knoten und wenig Welle – also im Binnenrevier oder bei ablandigen Windverhältnissen – kann es dieses Boot sehr wohl mit großen Namen wie Pogo 30, J/99 light oder der SunFast 30 OD aufnehmen! Mit insgesamt 47 Quadratmetern Standard-Segelfläche und dem mächtigen 60 Quadratmeter Gennaker ist sie kaum zu bremsen.

Edle Nomen-Klampen - klar!

In der GT-Variante kann die Segelfläche des A2-Gennkers sogar noch auf 80 Quadratmeter vergrößert werden. Die Segelleistungen des Bootes machen zudem sogar Regatta-Teilnahmen möglich, wenn auch nicht im Hardcore ORC- oder IRC-Bereich, so kann sich der Yardstick von 93 durchaus sehen lassen! Wer genau hinsieht erkennt neben den schönen, dynamischen Linien noch die tolle Standardausstattung des Bootes. Die edlen Nomen-Belegklampen sind nicht nur eine Augenweide, sondern sehr praktisch. „Segelkultur“, nennt man das, vielleicht auch hier ein Revival der „guten alten Zeit“, in der Schiffe nicht nur schnell, sondern auch hübsch anzusehen sein mussten. Folgen Sie mir nun ins Cockpit dieses Bootes …

Im Cockpit: Platz für Skipper & Sonnenanbeter

Neben der Tätigkeit des Steuermanns und Schoters, soll dieses natürlich auch Platz bieten. Das Cockpit der 29.1 ist dabei so bemessen, dass Sie auf dem Süll sitzend einen guten Griff an der Pinne haben, die Vorschot via Winsch bedienen und auch das Groß wie auf einer Jolle aus der Hand fahren können. Einen Traveller gibt es in dieser Variante nicht, was aber den Trimm-Möglichkeiten keinen Abbruch tut. Man hat eine gute Sicht über das Deck, auch bei Lage. Die SUNBEAM 29.1 ist, wenn mit Autopilot ausgestattet, komplett Einhand-tauglich. Doch bei aller Freude am schnellen Segeln ist eine SUNBEAM immer auch Urlaubsboot.

Breites Cockpit, hier mit Pinnen-Steuer

Wer es etwas ruhiger angehen will, der kann die Winschen elektrifizieren, was vor allem beim Segelsetzen und Dichtholen unter Last hilft. Das Heck der SUNBEAM 29.1 ist ganz Daysailer-typisch offen und flach gehalten. Mir gefällt besonders die schicke, runde Spantführung achtern und die breiten Sitzbänke. Eine Badeleiter ist integriert, was leichtes Zu- und Absteigen beim Badestopp ermöglicht. Wer sich hier nun Polster oder Sitzsäcke im Cockpit verteilt, kann dieses Boot als ideale Sunlounge vor Anker nutzen. Ich kann mir das jedenfalls sehr gut mit der SUNBEAM 29.1 vorstellen!

Alles ist in Griff-Reichweite

An Backbord kommen Sie über eine große Klappe in die riesige Backskiste. Hier finden locker nicht nur Fender und Festmacher ihren Platz, sondern die Anker-Tasche und jede Menge Ausrüstung, die man so an Bord haben muss, wenn man unterwegs ist. Übrigens, wenn Sie die SUNBEAM 29.1 in der Pinnen-Version (und nicht mit Doppel-Radsteuerung) nehmen, haben Sie hier achtern noch mehr nutzbare Fläche und Platz zum Ausspannen. Die Steuerräder sind natürlich andererseits „sexy“ und können beim Segeln zu zweit oder mit Crew mehr Spaß bringen. Ihre Wahl …

Winschen, Leinen - top ausgestattet!

Alles an Deck macht einen sehr soliden Eindruck. Das Boot wird in der Werft am Mattsee durch absolut versierte Bootsbauer gebaut und in den weiteren Produktionsschritten komplettiert. Mich hat die Reinheit der Oberflächen und die Qualität des Rumpfes ebenso beeindruckt, wie die Sauberkeit der Installation aller Anbauteile, Sika- und anderen Dichtnähte sowie die durchweg geringen (und gleichen!) Spaltmaße. Das ist sie eben, die sprichwörtliche SUNBEAM-Qualität! Nun sind Sie aber sicher schon auf das „darunter“ gespannt?!

Kleiner Palast unter Deck!

Die Zeiten der Rückenschmerzen, des Kopfstoßens und vor allem der dunklen Tropfsteinhöhlen ist bei den Sub-10-Meter-Booten eindeutig vorbei: Willkommen in Ihrer Supersuite unter Segeln! Das vielleicht überraschendste an den neuen SUNBEAM-Yachten ist tatsächlich das Interieur. Dieses erinnert nun eher an ein Air b´n´b-Loft in New York oder Tokio, denn an ein Segelboot. Unter Deck ist es hell – und vor allem, schick!

Unter Deck: Staunen ...

Die Werft geht hier mit den Innenraum-Designern ganz neue Wege. Alte Paradigmen werden einfach über Bord geschmissen und Konventionen mit gekonntem Federstrich außer Kraft gesetzt. Und das, ohne großen Aufwand zu betreiben. Es sind einfache, geradezu simple Ideen, die dadurch nur noch genialer wirken: Die Wandpaneele werden wie große „Schuppen“ angeordnet, indirektes LED-Licht genutzt und mit Farb- sowie Materialkontrasten gearbeitet. Das Ergebnis ist ein visuell erstaunlich geräumiges Boot, das mehr an ein angenehmes Raumschiff erinnert, als an einen Segler.

Einfach, aber elegant gelöst

Der Kasten für den Schwenkkiel – bei vielen Booten ein unangenehm großes und damit viel zu raumbeherrschendes Teil – verschwindet optisch geschickt in einen schicken Metallrahmen verpackt. Die mit Alcantara bezogenen Sitzbänke wirken sehr hochwertig, das eingestickte Stepp-Muster sowie das SUNBEAM-Logo erinnern an einen tollen Sportwagen. Es sind wenige Elemente, wenige Farben … und doch entsteht ein außergewöhnliches Ambiente. Finden Sie nicht auch?

Platz? Und ob!

Zwar kann man von einem solch kleinen Boot unter Deck keine Stehhöhe erwarten, Sie können an dem obigen Foto aber erkennen, dass man hier sowohl auf den Seitenbänken und mehr noch im Bereich um den Niedergang eine Menge Platz hat. Auch für den Kopf. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, hier unten durchaus auch mal einen verregneten Hafentag abzuwettern, ohne gleich einen Depri schieben zu müssen. Die großen Fenster sorgen für viel natürliches Licht – fehlt die Sonne, ist das Beleuchtungskonzept der 29.1 einfach nur genial!

Alles drin für ein Wochenende. Und mehr …

Als Daysailer und vor allem als Weekender muss ein Segelboot allerdings auch einige praktische Anforderungen erfüllen. Die SUNBEAM 29.1 kann daher mit einigen Optionen auch für die Übernachtung und durchaus auch für längere Segeltouren ausgestattet werden. Dazu gehört natürlich eine kleine Pantry: Wer den an Backbord zur Verfügung stehenden Platz optimal nutzen will, kann hier beispielsweise eine voll ausgestattete Bordküche installieren: Kühlschrank, Oberschrank und auf Wunsch sogar ein 2-flammiger Herd.

Auf Wunsch auch mit Pantry zu haben

Mit einer solchen Ausrüstung werden für die SUNBEAM 29.1 dann durchaus auch längere Schläge möglich, bei denen es Ihnen als Skipper und Ihren Mitseglern an Bord an nichts fehlen braucht. Dazu gehört natürlich auch ein WC für die Bord-Hygiene. Dieses wird in verschiedenen Optionen angeboten. Praktisch für Kurztrips und die gelegentliche Nutzung ist das standardmäßige Chemie-WC. Denn dann spart man sich Ventile und Tanks. Wer längere Touren plant, der kann sowohl ganz normale Pump-WCs wie auch eine elektrische Version haben.

WC? Kein Problem!

Was das Thema „Schlafen“ angeht, ist die SUNBEAM 29.1 geräumiger, als Sie denken. Denn auf der die gesamte Schiffsbreite des vorderen Bereiches umfassenden V-Koje im Bug finden 2 Erwachsene mehr als genug Platz zum Kuscheln und Schnarchen. Zur Not können auf den beiden Salon-Bänken zwei weitere Mitsegler schlafen – wenn auch nicht sehr breit. Ich denke, die SUNBEAM 29.1 wird eher im Single- oder Double Handed-Modus unterwegs sein. In diesem Fall werden Sie nicht nur den vielen Platz, sondern vor allem den fantastischen Ausblick nach achtern genießen, dem tollen LED-Beleuchtungskonzept sei Dank.

Traumbett für zwei

Was die Optionsliste nicht bietet, können wir bei BLUE YACHTING auf Wunsch für Sie nachrüsten, wenn es bei Ihnen um mehr Bordkomfort geht. Dazu gehört beispielsweise eine Heizung, damit Sie Ihre Segelsaison noch verlängern können oder allzu frische Frühlings- oder Herbstnächte angenehmer gestalten. Die SUNBEAM 29.1 bietet noch eine Menge Raum, um Ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen zu verwirklichen.

Wollen Sie mehr wissen zur SUNBEAM 29.1?

Damit sind wir auch schon am Ende unseres kleinen Bootsrundgangs an Bord der SUNBEAM 29.1 angekommen. Wenn Sie die Fotos genauso begeistern, wie mich, zögern Sie bitte nicht, bei mir die aktuellen Options- und Preislisten anzufordern. Gern ermitteln wir im Gespräch ganz unverbindlich eine für Sie und Ihr Programm passende Ausstattung Ihrer 29.1 – und damit einen realistischen Budget-Rahmen. Gern berate ich Sie zudem zu einem passenden Trailer, so Sie die Mobilität dieser kleinen-großen Yacht nutzen wollen, wie auch zu einer passenden Segelgarderobe. Senden Sie mir einfach eine Email.

Ihr erster Blick nach dem Aufwachen. Herrlich ...

Sie möchten die SUNBEAM 29.1 live und in Farbe segeln oder Probe segeln? Kein Problem: Wir bieten aktuell vom 23. bis 26. April 2026 exklusive Testsegel-Tage am Attersee an. Hier können Sie nicht nur die 29.1, sondern die Schwesterschiffe austesten und bei geführten Werftbesichtigungen die außergewöhnliche Fertigungsqualität bei SUNBEAM begutachten. Melden Sie sich bitte gern schon jetzt für einen der limitierten Plätze an – senden Sie mir eine Email.

Eine Nummer größer? Das erwartet Sie in der SUNBEAM 32.1.

Wenn Ihnen die SUNBEAM 29.1 gefällt, Sie aber beispielsweise für die Ost- und Nordsee eigentlich eine Nummer größer, also um 30 Fuß herum, suchen, dann freuen Sie sich auf den kommenden Bootsrundgang an Bord der SUNBEAM 32.1 – der großen Schwester. Diese Yacht bietet dann schon Stehhöhe im Boot, deutlich mehr Komfort schon im Standard und auch mehr Seegängigkeit und Tourenfähigkeit für die „hohe See“. Allerdings ist die 32.1 nicht mehr trailerbar – soviel vorweg.

Demnächst: Die große Schwester, SUNBEAM 32.1

Beide Yachten sind zudem für unsere Kunden in Produktion und sollten im Sommer kurz vor Übergabe und Auslieferung für Besichtigungen und den einen oder anderen Probeschlag auch hier bei uns im Norden zur Verfügung stehen. Sobald wir hier genaue Daten wissen, werden wir diese auf unseren Social Media-Kanälen in facebook und instagram veröffentlichen – folgen Sie uns gern!