#82 - Der SUV der Meere: Explocat 52 getestet!
Wenn Performance und das „Drum-und-dran“ voll überzeugen.
„Ich würde mich selbst nicht unbedingt als Katamaran-Fan bezeichnen. Das Segeln eines Monohulls liegt mir einfach mehr, obschon ich die Annehmlichkeiten eines Mehrrümpfers kenne und auch schätze. Ich finde die Speed und das Segelverhaltens, die ein Kat erreichen kann, beeindruckend, würde mich selbst aber eigentlich immer für die Vielseitigkeit eines Monos entscheiden.“ Trifft diese Aussage so oder so ähnlich auch auf Sie zu? Nun, damit sind Sie nicht allein: Vielleicht kann Ihnen mein letztes Segel-Abenteuer an Bord des Garcia Explocat 52 helfen, eine neue, frische Sicht auf diese Thematik zu bekommen.

Ich konnte den Explocat 52 ausgiebig testen
Wenn Sie unseren Artikel zum vergangenen Cannes Yachting Festival gelesen haben, ist Ihnen sicher nicht verborgen geblieben, dass wir an der Croisette einen Garcia Explocat 52 ausgestellt hatten. Dieses Anfang des Jahres fertiggestellte und mit Heimathafen Hamburg an einen BLUE YACHTING-Kunden ausgelieferte Boot zog viele Blicke auf sich – doch bevor wir die Gäste an Bord begrüßen konnten, musste die Yacht irgendwie nach Cannes kommen. Und da ich meinen Kunden immer mit Rat und Tat beiseite stehe, ließ ich es mir nicht nehmen, die knapp 500 Seemeilen von Torrevieja (südlich zwischen Alicante und Murcia) lange Überführung selbst zu segeln. Als Zweimann-Doublehanded Langstreckentest. Und ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, es war weit weniger Schönwettersegeln, als das es anfangs den Anschein hatte …
GARCIA Explocat 52: Der echte Langstrecken-Test
Auf der Routenplanung sieht alles immer recht simpel aus: Generalkurs um Nord-Nordost, die Balearen an Steuerbord liegenlassen und dann nur am Cap Frejus vorbei in die Bucht von Cannes. Anfang September kann es hier schon deutlich wechselhafter zugehen, als in den beständigeren Sommermonaten des Juni und Julis. Tramontana und vor allem der gefürchtete Mistral sorgen hier für manche rasant-schlaflose Segelnacht im dritten Reff. Mit mir an Bord ist der Eigner der KAIA: Als Doppel-Crew teilen wir uns in jeweils 4-Stunden-Wachen die Tage auf. Der Plan: Nonstop „durchrutschen.“ Als wir in Torrevieja aufbrechen schiebt ein mäßiger Südwind den Kat überraschend flink voran. Doch das sollte sich bald ändern.

500 Seemeilen. 3 Tage. Alle Wetter.
Am Ende wird uns diese dreitägige Reise die volle Bandbreite an Windspeeds – nämlich von 5 bis 40 Knoten TWS – bescheren. Und das auf allen Windkursen und damit in allen Segelkombinationen, die der Explocat hergibt. Groß und Genua bei mäßigem Wind, Groß und Kutterfock bei starkem Wind, das Groß bis ins zweite Reff verkleinert während der Starkwindphasen (die uns natürlich traditionell immer in der Nacht und vorrangig auch während meiner Wachen trafen). Und bei leichtem Wind zeigte das Oxley mal wieder, warum es gerade für diese Art von Schiff das perfekte Segel ist. Dazu aber später mehr.

Geniales Schönwettersegeln ...
Wir werden den Explocat 52 bei ausgesprochenem Schönwettersegeln erleben und auch die Vorzüge der robusten Aluminium-Konstruktion in der aufgewühlten, ruppigen Sturmsee unter vollem Reff kennenlernen. Dabei fällt mir insbesondere die durchdachte Leinenführung und sichere (Einhand-)Bedienbarkeit des Kats auf – wichtig, gerade in Schwerwettersituationen – und ich bin überrascht, wieviel Vertrauen und Reserven das Schiff vermittelt! Gerade in den extremen Windsituationen mit viel Welle: Wo man auf einem Monohull schon längst auf „kalte Küche“ umgestellt hat, kann ich mir noch bequem meinen Mitternachts-Tee kochen. Und den dann auch trinken …

Überraschend hohe Speed!
Gleich vorweg: Der Speed, die der Explocat 52 in der Lage ist, zu entwickeln, ist weit jenseits der Behäbigkeit, die seine puren Zahlen vermitteln. Mit seinen 18.6 Tonnen Leergewicht (also locker 20 Tonnen Real-Verdrängung) zählt der Explocat sicher nicht zu den ausgesprochenen Leichtbau-Yachten. Wenn man seine Daten mit denen des in den Abmessungen ebenbürtigen HH 56 vergleicht, wird deutlich, in welcher Liga wir uns hier bewegen: Der Explocat ist satte 2.5 Tonnen schwerer als seine Carbon-Verwandte und bringt etwa 40 Quadratmeter weniger Amwind-Segelfäche auf das Wasser. Aber Daten sind eben nicht alles!

... fast schon erschreckend schnell.
Der Top-Speed des Explocat 52 gibt meine App nach dem 500 Seemeilen-Ritt mit 11.1 Knoten SOG an. Das mag eingefleischte Performancekat-Segler nicht vom Hocker reißen, wer den Explocat live gesehen hat, wird dies sicher aber anerkennend wahrnehmen. Noch beeindruckender finde ich den Durchschnitts-Speed, den wir über den gesamten Trip realisieren konnten: Der liegt nämlich bei 7.1 Knoten SOG, was ich stark finde! Man darf dabei eines nicht vergessen – der Explocat 52 ist explizit nicht als Performer ausgelegt, sondern als Blauwasser-Katamaran, der in alle Seegebiete dieser Welt segeln kann und soll. Dass der dabei so flink ist (und auch recht leichtfüßig auf dem Ruder liegt), hätte ich so nicht gedacht. Auch bei viel Wind bringt den Kats nichts so leicht aus der Ruhe: Selbst Böen von 16 auf 30 Knoten TWS steckt der Kat ohne Probleme weg und wandelt die Power in Speed um. Den kippt so leicht nichts um!

Es gab auch Zeit für Müßiggang
Alles in allem macht dieser Kat, was er soll: Schnell von A nach B segeln, ganz gleich, was die Rahmenbedingungen sind. Bei gutem Wetter mit mäßigem Wind kommt man ebenso flott voran, wie bei wirklich ekeligen Verhältnissen: So kann man sich als Crew und Gast auf andere Dinge konzentrieren, als um das Segeln, Trimmen oder gar Überleben. Wie zum Beispiel aufs Angeln (wir haben einen mittelgroßen Thunfisch gefangen und verspeist!), auf Arbeiten am Schiff oder für das „Boat-Office“ und natürlich auf das Ausspannen. Es scheint, als geht die Rechnung tatsächlich auf, die Vorteile einer „Go-Anywhere“-Yacht aus Aluminium mit dem Komfort eines Fahrtenkatamarans zu verbinden. Ich möchte Ihnen jetzt meine „Lieblingsorte“ im Kat zeigen – und Sie an meinen Top-Learnings von diesem Segeltörn teilhaben lassen.
Warum der Garcia Explocat 52 einfach genial ist.
Willkommen unter Deck! Das hier auf dem unteren Foto war meine Kabine. Der Explocat 52 ist in vier Kabinen-Varianten erhältlich, KAIA kommt als normaler „Eigner-Kat“ daher. Hier ist einer der Schwimmer komplett nur für den Eigner vorgesehen, mit einem riesigen Bad, einem „Office-Bereich“ und natürlich dem King-Size Bett. Vis-a-vis die Doppelkabinen für Gäste, die sich wahlweise ein gemeinsames Bad teilen oder zwei (dann kleinere) eigene Bäder haben.

Mega Platz an Bord!
Der Platz hier unten ist überragend! Auch im Gästebereich! Wenn man sich vorstellt, mit diesem Boot auf einem mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen Langfahrt-Trip in die Arktis unterwegs zu sein, kann es auf engen Booten gerade in den dunklen Monaten durchaus zum Lagerkoller kommen. Nicht so hier: Abgesehen davon, dass im Explorer-Modus immer viel mehr Gepäck mitgenommen und gut verstaut werden kann, glänzen die Kabinen durch überraschend viel natürliches Licht, Volumen und vor allem richtig viel Stehhöhe! Beklemmungen? Angst? Sollte es hier nicht geben.

Flüsterleise dank thermo-akustischer Dämmung
Was man im Messe-Betrieb als Gast nicht bekommt, sind die Segelgeräusche. Jeder Rumpf macht so oder so Geräusche bei der Fahrt durchs Wasser. Bei einem Kat kommt bei schräg anlaufender Welle dazu noch das Einschlagen durchlaufender Wellen an der Innenseite des Lee-Rumpfes dazu. Boote sind allgemein Resonanzkörper, die je nach dem diesen Sound sogar noch verstärken können. Nicht so der Explocat 52! Seine thermo-akustische Dämmung hält das Innere nicht nur mollig warm, sondern filtert effektiv fast komplett die Geräusche herunter. Ich jedenfalls habe in den (viel zu kurzen) Freiwachen immer gut schlafen können.

Eng, aber seegängig & sicher.
Auch wenn – gerade für Menschen mit meiner Statur – manche Orte im Kat eher beengt wirken, auch das hat Sinn. So ist beispielsweise das Tages-WC, wie hier im Foto oben zu sehen, zwar gänzlich für jedwede „Stunts“ ungeeignet, die nicht der Körperhygiene dienen – die Enge dieses WCs aber bietet eine große Sicherheit, wenn man wirklich einmal in schwere See kommt. In wie vielen „Luxus-Bädern“ manch anderer Schiffe fliegt selbst der geneigte Sitzpinkler schon ab 2 Metern Welle ungehindert durch das Bad? Es hat eben alles „Hand und Fuß“, im Explocat!
Das Handling des Explocat 52: Einhandtauglich? Sicher!
Kommen Sie mit an Deck. Der Hauptsteuerstand des Explocat 52 ist leicht erhöht an Steuerbord untergebracht. Hier, nur wenig nach rechts vom Drehpunkt des Bootes versetzt, hat man zunächst einen super Überblick über die beiden vorlichen Quadranten und kann die Yacht jederzeit sicher steuern. Beim An- und Ablegen mit der Stb-Seite muss man nicht einmal aufstehen.

Am Außensteuerstand
Hier oben laufen fast alle für den Segeltrimm und die Segelbedienung relevanten Leinen, Fallen und Strecker zusammen. Bis auf wenige Ausnahmen (das Schoten eines Leichtwindsegels beispielsweise), wird der große Kat von hier oben bedient. Das erfolgt mit ein wenig Übung schon nach wenigen Manövern komplett einhand und sicher, wie ich an mir selbst testen konnte. Einzig den Kontrollblick nach Lee kann durch die großen Segelflächen verdeckt sein, dann muss man seinen „Hochstand“ für einen Kontrollgang verlassen.

Sekundärwinschen am Heck
Die großen Sekundärwinschen achtern in Höhe des Cockpit-Decks dienen zur Bedienung der Leichtwindsegel-Schoten. Hier wird auch das geniale Doppel-Schotsystem des Groß gefahren. Dank dieses ist kein Traveller mehr notwendig und das Groß kann genausogut getrimmt werden. In einer Halse kann ein guter Trimmer die jeweilig unbelastete Großschot schon als neue Lee-Schot einstellen und somit gekonnt das Groß beim Umschlagen abfangen. Garcia hat sich hier große Mühe gegeben, ein ebenso logisches wie sicheres und einfaches Layout des laufenden Gutes zu konzipieren. Was ihnen, wie ich finde, sehr gut gelungen ist.

Segeln wie auf einem Tanker
Wenn das Wetter zu schlecht wird oder man einfach in Ruhe drinnen sitzen will, dann kann man das super am Innensteuerstand machen. Dieser ist direkt an der großen Fensterfront der Bbd-Seite des Kats eingerichtet. Je nachdem, was man als Kunde möchte, werden hier Sekundär-Anzeigegeräte des Plotters und anderer Instrumente eingebaut. Die Werft kann hier auch eine elektrische Motorensteuerung sowie Zugriff auf den Autopiloten installieren, sodass man (unter Maschinenfahrt) den Kat komplett von hier aus fahren kann. Die Sicht nach vorn und rundum ist perfekt dafür!
Der Komfort einer voll ausgestatteten Ferienwohnung
Und wie ist es nun an Bord mit dem Wohlfühl-Faktor? Dass das Boot „flüsterleise“ segelt, hatte ich schon erwähnt. Dreh- und Angelpunkt des Bordlebens ist natürlich der Salon des Katamarans. Fotos geben schlecht wieder, wie geräumig und riesig der des Explocat 52 in Wahrheit ist! Ein bisschen hängt das auch mit der Perspektive zusammen, denn durch die enorme Stehhöhe auch hier „schrumpft“ der Rest optisch. Aber allein die hohen Decken machen einen Großteil des „Feelgood“-Faktors aus.

Hier. Ist. Viel. Platz!
Der große Ess- und Aufenthaltsbereich an Stb kann, wie hier noch im Foto gut zu sehen, in eine Liege-Ess-Kombination umgewandelt werden. Das ist auch ziemlich einmalig, denn andere Kats können entweder einen Esstisch oder Spielwiese bieten. KAIA kann Beides: In den drei Nächten habe ich hier gern gedöst, war aber bei AIS-Alarm oder Windänderungen schnell an den Geräten und Winschen. Gleichzeitig konnte man sich am Tisch noch immer das Mitternachts-Müsli schmecken lassen. Dass der Explocat 52 eine beeindruckende 360-Grad-Rundumsicht bietet, versteht sich von selbst.

Schiffskochs Reich
Ein Wort noch zur Schiffs-Pantry. Auch hier setzt die Werft um, was Sie als Eigner haben möchten: Voll-Elektrisch oder ganz klassisch mit Gas, ganz wie Sie es möchten. Dass wir dann vernünftige Herde, groß dimensionierte Spülbecken oder auch Spülmaschinen verbauen, die auch „was können“, ist klar. Oftmals dienen gerade diese Optionen eher der Optik (und der Marge), als dass sie wirklich etwas ausmachen. Die U-Pantry des Explocat ist so angelegt, dass man genug Platz hat zum Arbeiten, aber immer auch einen festen Halt oder Gegenpunkt zum Verkeilen in der Nähe. Auch hier ist die Seegängigkeit und Offshore-Praktikabilität vorbildlich gelöst. Funktion und Sicherheit gehen hier immer vor Design und Chique …
Für wen ist der Explocat 52 genau die richtige Yacht der Wahl?
„Aber mal Hand aufs Herz: Wer von uns segelt denn schon bei 40 Knoten?“, mögen Sie jetzt denken. Nun, der Explocat 52 ist explizit nicht für Skipper und Crews gedacht, die nach einem reinen Spaß - und Urlaubsboot suchen. Dafür gibt es besser passende und auch preislich attraktivere Yachten. Der Explocat ist ein ernsthafter Explorer, er heißt ja nicht umsonst so: Er will raus! Er muss raus auf die weite See! Er soll Sie als Gäste an Bord in die weit entlegendsten Bereiche der Erde bringen – und das flink, bequem und vor allem sicher. Wenn Sie also mit dem Kauf einer GARCIA Exploration oder anderen, expliziten „Abenteuer-Yachten“, wie Boreal oder meinetwegen auch der Alubat Ovni, liebäugeln, der Komfortfaktor aber eine ungleich große Bedeutung im Anforderungskatalog Ihrer zukünftigen Yacht einnimmt, dann könnte der Explocat 52 genau die Alternative sein!

Ein Genuss unter Segeln
Oftmals sind es gerade die Zweifel oder Vorbehalte von Familienangehörigen, die am Ende den Kauf einer Explorer-Yacht verhindern. Und an Top 1 der Ängste stehen oftmals die Bewegungen der Yacht in bewegter See. Seekrankheit ist ein ernst zu nehmendes Phänomen, ebenso, wie die Angst oder die Vorbehalte, stetig in einer Krängenden Umgebung leben zu müssen. All dies ist bei einem Katamaran zu vernachlässigen: Keine Krängung, weniger ausladende Pendelbewegung in der Welle, weitaus mehr natürliches Licht, viel mehr Volumen an und unter Deck sowie das subjektiv bessere Sicherheitsgefühl, weil man weit über dem Wasser ist, nicht im „Keller unter Deck“, machen einen Kat vor allem bei Paaren und Familien zu der perfekten Offshore-Alternative.

Passt perfekt: Oxley!
Eine Überraschung meines 500 Seemeilen-Trips hatte ich schon anfangs erwähnt: Das Oxley-Segel. Ich habe für diesen Artikel nochmals in meiner App nachgeschaut und kann bestätigen, dass das Oxley-Segel in 70 % der Segelzeit gesetzt war! Dieses Segel ist einfach ein Tausendsassa und macht das Segeln mit dem Explocat 52 um so vieles angenehmer, einfacher und auch schneller. Auf Vorwindkursen von 75 bis 180 Grad ist es ungeschlagen. Ich kenne dieses Segel sehr gut vom Mono-Segeln, kann nun aber sagen, dass es auf einem Fahrtenkat eigentlich gar nicht mehr fehlen darf! Konzept, Handhabung und Speed sind beeindruckend.
Gutes noch besser machen: Die Werft legt noch einen drauf
Pünktlich zum Cannes Yachting Festival überrascht die Werft mit einigen Verbesserungen am Explocat 52, die ich in diesem Artikel nicht unerwähnt lassen möchte. Natürlich ist nicht immer alles zu 100 % perfekt – auch nicht beim Explocat. Mir sind selbst an der einen oder anderen Stelle Details aufgefallen, die ich anders machen würde – manche sogar so sehr, dass ich diese an die Werft weiter gegeben habe. Und siehe da, ich war nicht der Einzige. Was können Explocat 52-Kunden also in Zukunft an Veränderungen erwarten?

Die neue Fly-Variante: Alles oben!
Die obig erwähnte Teilung des Laufenden Gutes in oben und unten zu bedienende Teile ist anfangs zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber durchaus Sinn. Wer möchte, bekommt nun explizit mit dem „Sky Deck“-Konzept das komplette Segel-Handling hier oben am Steuerstand und einen noch dazu vergrößerten Steuermannssitz. Die neue „Haven Deck“-Variante verlegt die Segelbedienung nach unten auf Cockpit-Niveau. Wer die perfekte Sicht von hier oben aufgibt wird das aus einem guten Grund tun: Ich kann mir vorstellen, dass diese Variante vor allem bei den ausgewiesenen Arktis- und Antarktis-Seglern Anklang finden wird.

Variabler Steuerstand unten
Zudem gibt es neue Details für die Gestaltung der Außen-Küche und einen verbesserten Zugang von den Badeplattformen auf das Deck. Die Lichtsituation für die Achterkabinen ist ebenfalls nochmals verbessert worden durch größere Fenster. Gleichzeitig hat man am Design und dem kompletten Auftritt des Kats gefeilt: Die Linien sind dynamischer, an manchen Stellen runder und gefälliger ausgeführt. Mehr für das Auge, aber nicht schlecht, ist eine neue „Black Finish Edition“, bei der Beschläge, Fittings, Seezaun und Rigg in Schwarz ausfallen. Das soll bei manchen Yachten ja auch schon 1.5 Knoten gebracht haben …

... und sogar ein wenig schicker ist er auch!
Nach mittlerweile 16 Einheiten die seit der Einführung des Bootes im Jahre 2020 vergangen sind, ist mit dem Explocat 52 „Version 2.0“ nun ein rundum schickes und erwachsenes Modell entstanden. Das Feedback der Eigner sowie die Erfahrungen der Werft werden in dieser neuen Variante in praktische Vorschläge für Ihren neuen Kat umgesetzt. Ich finde einen Großteil dieser Optionen sinnvoll und passend, freue mich aber am meisten darüber, wie sehr das Konzept von GARCIA Schule macht – wer weiß? Das, was die Monohull Exploration für den gesamten Bereich der „Go-anywhere“-Yachten ist, kann der Explocat vielleicht auch für die Abenteuer-Zweirümpfer werden? Nämlich Synonym und Messlatte einer ganzen Klasse von Schiffen.
Werden Sie auch zum SUV-Segler? Ihr Weg zum eigenen Explocat 52
Ob Sie der SUV-Typ sind, kann ich nicht sagen. Sicher wird Ihr ganz persönliches Segelprogramm darüber entscheiden, ob eine Aluminium-Yacht überhaupt in Frage kommt. Sollte Sie Ihr eigener Use-Case in die abgelegendsten Orte der Weltmeere tragen, dann lohnt es sich, über dieses Bootsbaumaterial nachzudenken: Denn die Sicherheit, die Aluminium bietet, kann keine GfK-Yacht jemals bieten! Sollte Ihr Plan auch das Vordringen in Eis-Gebiete oder das Segeln im Winter beinhalten, kommen Sie aus meiner Sicht um Alu sowieso nicht herum.

Lassen Sie sich vom Explocat 52 verzaubern
Wenn nun aber zum Aspekt der „großen Reise“ auch der Komfort wichtig wird, dann sollten Sie auch als eingefleischter Monohull-Segler die Alternative des Katamarans nicht vorweg ausschließen: Das „Go“ der Familie, der Ehefrau und Mutter Ihrer Kinder kann davon abhängen, wie die gefühlte und reelle Sicherheit, die das Boot auf See vermittelt, ausfällt. Segeln ohne Krängung mit dem Raumangebot einer Ferienwohnung kann da manche Tür öffnen, die vorher fest verschlossen war. Ich würde mich sehr freuen, auch Ihnen das Explocat-Konzept näher zu bringen.

Legen Sie mit uns ab!
Lassen Sie uns gern in einem Gespräch Ihr Segelprojekt erforschen. Sehr gern begleite ich Sie in die Werft nach Cherbourg, wo wir stetig Explocats in der Produktion oder an der Pier zur Verfügung haben. Erleben Sie live und hautnah, was den Unterschied zum Monohull ausmacht und lassen Sie uns erkunden, ob der „SUV der Meere“ nicht am Ende ja doch ganz genau das fehlende Puzzle zum Umsetzung Ihrer Blauwasser-Pläne ist. Schreiben Sie mir einfach eine Email oder rufen Sie bei uns an – wir begleiten Sie gern auf dem Weg zur eigenen Yacht als Blauwasser-Partner an Ihrer Seite!
Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmals zu meinen Explocat 52-Kunden und Eignern der tollen KAIA, die mir diese wunderbare, erhellende Segel-Erfahrung ermöglicht haben!